Trier

Die am Fluss Mosel liegende Stadt Trier ist um eintausend Jahre und einiges darüber hinaus älter als Rom. Und schon deswegen ist sie mindestens einer eintägigen Visite wert. Seit römischen Zeiten sind hier das Schwarze Tor, Thermen, Brücke, Amphitheater erhalten geblieben. An diesen Bauten kann man sich vorstellen, wie erhaben diese Stadt damals war, die die Rolle der Hauptstadt des Weströmischen Reiches spielte. Während eines Stadtbummels kann man als Gast bei dem Autor des „Kapital“ – Karl Marx – vorbei schauen, der hier geboren wurde und dessen Museum heute von den chinesischen Touristen besonders beliebt ist. Und natürlich lohnt es sich, sich an den wunderbaren Moselwein zu erinnern, der hier in jeder hiesigen Gaststätte aufgetragen wird.

Trierer Dom St. Petrus

Der Zeit seiner Gründung nach ist Trierer Dom der älteste in ganz Deutschland und das größte sakrale Bauwerk in Trier. Sein Bau begann in 
320-er Jahren auf Ruinen  einer römischen Villa. Mit der Zeit wurde der Dom durch Anbauten und Verzierungen erweitert und erneuert.

Jetzt beherbergt der Dom eine Vielzahl von christlichen Reliquien und unter anderem Ritualgewändern. Diese werden an Festtagen den Laien vorgeführt. Im Dom wird auch das Haupt der heiligen Helena, ein Teil der Kette, die einst den Apostel Petrus mit Sandalen der heiligen Andreas verband, und Andreas’ Kreuznagel aufbewahrt. Hier sind auch Teilchen der Gebeine von heiligen Joakim und Anna – den Eltern der Gottesmutter.

Die Gläubigen kommen zum Trierer Dom, um diese heiligen Gebeine zu sehen und zu verehren. Im Dom gibt es Grabstätten, wo einige Bischöfe von Trier bestattet liegen.

Kaiserthermen

Die Ruinen der römischen Thermen sind eine der am meisten beeindruckenden Stellen in Trier. Während man in diesen mit Gras bewachsenen Ruinen wandert, stellt man sich das Gesamtbild dieser gigantischen Thermen vor. Die unterirdischen Labyrinthe, Sackgassen, Wendungen, Mauerreste verschiedener Räume – hier kann man ruhig eineinhalb-zwei Stunden verbringen und staunen, wie alles durchdacht war. An Informationen gibt es hier nicht viele, aber — nach Bewertungen der Besucher – es lohnt sich eben deswegen hierher zu kommen, um sich die Atmosphäre, in welcher das Leben der alten Römer verlief, vorzustellen.

Es ist bekannt, dass diese Thermen Ende des dritten Jahrhunderts unserer Zeitrechnung eingerichtet wurden, als Konstantin der Große Trier zur Hauptstadt des Weströmischen Reiches gemacht hatte. Die Ausgrabungen zeigten auf, dass neben den Thermen auch ein Sportplatz und einen Brunnen mit Mineralwasser waren.

Hauptmarktplatz

Auf dem Hauptmarktplatz im historischen Kern von Trier und in der Nähe befinden sich wesentliche Architekturdenkmäler der Stadt wie Bischofskirche, elegantes Rotes Haus, Kirche St. Gangolf und andere.

Die Hauptsehenswürdigkeit des Platzes ist die Kopie des mittelalterlichen Kreuzes, das hier vom Erzbischof Heinrich I. Ende des 1. Jahrhunderts aufgerichtet wurde. Das auf einer altrömischen Säule aufgestellte Marktkreuz symbolisierte ursprünglich den Triumph des Christentums in Trier, aber schon seit dem 13. Jahrhundert wurde es als Prangerpfahl benutzt. Mit speziellen Eisenketten fesselte man an ihm die Verbrecher, die eine öffentliche Rüge verdient hatten.

Petrusbrunnen

Auf dem Platz präsentiert sich der prachtvolle Petrusbrunnen, das Denkmal der Renaissance. Er wurde im 16. Jahrhundert vom deutschen Bildhauer Hans Hofmann geschaffen. Das achteckige Becken schmückt die Statue des heiligen Petrus, des Schutzpatrons der Stadt, sowie die Darstellung der menschlichen Tugenden wie Figuren Gerechtigkeit mit Schwert und Waage, Weisheit mit Schlange und Spiegel sowie Stärke und Mäßigkeit.

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