Mönchengladbach — grüne Stadt und Zentrum moderner Kunst

Das Städtchen Mönchengladbach zeigt eine gut gelungene Kombination der Züge eines urbanistischen Zentrums und den Charme des ländlichen Lebens auf. Die zahlreichen Parks und Grünanlagen der Stadt verursachten ihren Spitznamen „Metropole am Busen der Natur“. Nicht weniger bedeutsam ist auch die kulturelle Komponente des Stadtlebens – Architekturdenkmäler, weltberühmtes Museum, reges Theaterprogramm, das Dramas, Kabarett und Kleinkunst beinhaltet.

Sehenswürdigkeiten

Sechzig Prozent der Stadtfläche nehmen Parks und Grünanlagen ein. Ein durchgehendes grünes Band zieht sich 22 km den Fluss Niers entlang. Der Verbund des intensiven Lebens einer Großstadt und der Möglichkeit, sich zu erholen, angenehm die Zeit zu verbringen ist eine charakteristische Besonderheit von Mönchengladbach. Das historische Stadtzentrum bildet der Alte Marktplatz, der Lieblinsplatz für Einheimischen und Gäste zum Bummeln und Ausruhen. Von hier aus fangen die Einkaufsstraßen mit zahlreichen mit Licht durchfluteten Galerien und Passagen, wo man hochqualitative Waren kaufen und in gemütlichen Cafes sitzen kann.

Das historische Stadtzentrum erfasst den Alten Marktplatz, den Kapuzinerplatz und das Gelände um die Kathedrale. Der Alte Marktplatz wurde mit dem futuristischen Temperaturpfahl, der modernen Plastik „Mensch und Zeit“ und dem „Quadratisch-Runden“ Brunnen dekoriert. Am Kapuzinerplatz wurde die Skulptur von Heinz Mack aufgestellt. Drei Mal die Woche lärmt hier der städtische Markt und abends sind zahlreiche Cafes und Restaurants voll von Besuchern. Die Hauptpromenade am Abend ist die Waldhausener Straße. Überall in der Stadt herrscht die Atmosphäre der Ungezwungenheit: Die Bewohner dieser Region Deutschlands mögen und können die Zeit lustig verbringen. Besonders anschaulich wird es zur Zeit des traditionellen Karnevals. Übrigens, nur in Mönchengladbach heißt der vorletzte Tag der karnevalistischen Feierlichkeiten Veilchendiensttag, an diesem Tag sieht man in der Stadt beeindruckende Züge.

Das bedeutendste Depot kultureller Werte Mönchengladbachs ist das Abteimuseum für Bildende Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Das Museum wurde 1982 nach Plänen und unter der Leitung von Hans Hollein – eines der führenden Vertreter des Postmodernismus — gebaut und präsentiert die Werke von Josef Beuys, Richard Serra, Andy Warhol, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Martin Kippenberger, Markus Oehlen, Heinz Mack. Ulrich Rückriem und Gregor Schneider. Genauso nicht mit Gold aufzuwiegende jedoch wesentlich ältere Schätze werden in der Kathedrale St. Witt aufbewahrt, die 1974 vom Papst Paul VI. den Ehrenstatus „Kleine Basilika“ bekam. Zur Innenausstattung der Kathedrale gehören großartige Muster der Juwelierkunst. Hier kann man auch seltene Manuskripte, die Stella mit germanischen Runenschriften, den Siegel von Albert dem Großen sehen und im vergoldeten Schrein wird die Tischdecke vom letzten Abendmahl Christi aufbewahrt.

Das Verzeichnis der Sehenswürdigkeiten von Mönchengladbach kann man durch zwei Schlösse in der Umgebung ergänzen: Das wunderbar erhalten gebliebene Schloss Rheyadt im Stil Renaissance und Schloss Wieckrat mit einem malerischen Park rings herum. Neben dem Schloss, in der ehemaligen Villa des Verwalters der Pferdeställe des Schlosses, ist ein Gourmet-Restaurant untergebracht. Nach der Labung der Seele mit geistiger Nahrung kann man ruhigen Gewissens an die Genüsse leiblicher Nahrung heran.

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