Köln und Kölner Dom

Köln ist eine der ältesten und die vierte nach der Einwohnerzahl Stadt Deutschlands sowie ein administratives Zentrum des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Sie liegt im südwestlichen Teil des Landes zu beiden Ufern des Rheins und führt ihre Geschichte schon seit der römischen Kolonie Anfang unserer Zeitrechnung zu den Zeiten des Imperators Claudius. Später transformierte sich das lateinische Wort „Colonia“ ins verdeutschte Wort „Köln“ und so bleibt es bis jetzt.

In seiner langen Geschichte erlitt Köln wiederholte Streifzüge und Verwüstungen, ging in Flammen nieder und sank im Wasser der Überschwemmungen, aber die schrecklichste Katastrophe erlebte es während des Großen Vaterländischen Krieges, als es durch die Bombardierungen englisch-amerikanischer Luftwaffe praktisch fast völlig zerstört war. Die hartnäckigen Deutschen konnten aber ihre Heimatstadt wiederaufbauen und die historischen Bauten in ihrem ursprünglichen Aussehen wiederherstellen, und heutzutage ist Köln mit seinen über eine Million Einwohnern ein Zentrum der Metropole, zu welcher ein gutes Dutzend Satellitenstädte gehört und praktisch eine Gesamtheit mit ihm bildet. Seit längerer Zeit gilt es als eines der größten Industrie- und Wissenschaftszentren nicht nur Deutschlands sondern auch ganz Europas.

Mit Stolz trägt Köln den Titel einer Kultur- und Kunstgroßstadt. In der Altstadt gibt es zahlreiche Ausstellungsgalerien, Museen und Konzertbühnen, die in neuen geräumigen mit Licht durchfluteten Gebäuden untergebracht sind. Die moderne Stadt – das sind Kulturprodukte von Weltklasse, einzigartige Weihnachtsmärkte, ausgezeichnetes Shopping, gutes Bier und turbulentes Nachtleben.

Kölner Dom

Sind Sie in Westdeutschland, so berauben Sie sich nicht des Vergnügens, den Dom der Heiligen Peter und Maria in Köln zu besuchen – das Meisterwerk der Weltarchitektur, das niemand gleichgültig lässt. Dort ist alles beeindruckend – Maßstäbe, majestätische Gotik-Architektur sowie die wertvollsten christlichen Reliquien und seine Errichtungsgeschichte selbst.

Charakteristisch strenge Silhouette dieses Doms ist längst zum Symbol der Stadt geworden. Eine breite Fassade, in die Wolken ragende Türme, auf dunklem Stein reflektierende Sonne, großartige Buntglasfenster – all das prägt sich für längere Zeit ins Gedächtnis des Menschen ein, der dieses majestätische Bauwerk – sei es auch ein Mal im Leben – erblickt hat. Außerdem kann man nach Bewältigung von 509 Stufen in einen seiner 157 m hohen Türme gelangen und das unvergessliche Stadtpanorama sehen und Einzelheiten des Domdaches betrachten.

Auf dem Platz, wo heutzutage der Kölner Dom stolziert, wurde schon im 4. Jahrhundert eine der ersten christliche Kirchen in Deutschland erbaut, die im 9. Jh. durch den sogenannten „alten Dom“ ausgewechselt wurde, den ein Brand vernichtete. Und nur in der Mitte des 13. Jahrhunderts. begann der großangelegte Bau des majestätischsten Doms in Deutschland. Nämlich hier sollten die heiligen Gebeine der Drei Könige — Melchior, Balthasar und Kasper – aufbewahrt werden. Nach der Vorstellung seiner Schöpfer sollte der Kölner Dom alle Kathedralen übertreffen, die die Welt je gesehen hatte, und das hat ihnen mehr als gelungen.

Der Dom wurde in einigen Schritten errichtet, im 16. Jahrhundert wurde die Errichtung ausgesetzt, die Messen jedoch wurden abgehalten, die Wiederaufnahme des Baus erfolgte nur Anfang des 19. Jahrhunderts Im Endergebnis dauerte der Prozess über sechs Jahrhunderte und wurde nur 1880 mit einem grandiosen Volksfest abgeschlossen. Seit der Zeit erführ das Gebäude aber ständig einige Rekonstruktionen und Nacharbeiten. So hat der Dom 2007 neue Buntglasfenster, die durch die Geschosse des Zweiten Weltkriegs zertrümmert wurden, erworben.

Die Fläche des Gebäudes beträgt achteinhalb Tausend Quadratmeter, die Höhe seiner Türme mit Spitzen ist mehr als eineinhalb Hundert Meter, um auf den oberen Aussichtsplatz zu gelangen, muss man die Wendeltreppe aufsteigen und dabei eine halbe Tausend Stufen betreten. Die Haupthalle des Doms ist von kleineren Kapellen und Galerien umringt. Alles ist hier mit Stuckverzierungen, zierlichen Plastiken, geschnitzten Säulen und Bögen ausgeschmückt, der Fußboden und Außenwände sind mit dem speziellen rheinischen Stein verkleidet, die Innenwände sind mit alten Mosaikbildern und Vergoldungen dekoriert.

Kölner Dom war einige Zeit lang die höchste Kathedrale auf der Welt, heute ist er der größte in Europa, hier sind unikale Reliquien, riesige Anzahl von Plastiken und Malereien zu religiösen Themen sowie altertümliche Kultgegenstände eingesammelt. Und die Domglocke „Peter“ wiegt vierundzwanzig Tonnen, gegossen wurde sie aus den Kanonen der französischen Armee und hat keine Ihresgleichen auf der ganzen Welt.

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